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Rennbericht 4. Lauf GT24ERS und MiniZ Sprintrennen am 13.10.2018 auf dem Melkusring in Dohna

…es ist schon obligatorisch, aber es muss trotzdem immer erwähnt werden, denn es ist nicht selbstverständlich. Wieder einmal vielen Dank an meine Frau für die lecker gekochte Kartoffelsuppe und an meine Mutsch, die wieder einmal zeitig am Morgen alles vorbereitete, damit unsere angereisten Gäste aus den anderen Clubs was zu beißen und einen heißen Kaffee bekamen. Auch noch mal vielen Dank an Olli und Alex, die mit mir gemeinsam am Vorabend noch die MiniZ Autos für die Juniorz vorbereitet haben.

 

 

 

Ein bisschen betröppelt war der Bahnbetreiber schon, als er die Anmeldungen bekommen hat. Als dann am Samstag morgen noch zwei Leute weniger da waren als geplant, sorgte das nicht unbedingt für helle Begeisterung. Doch noch ließ sich René nicht die Laune verderben. Nun waren es 4 Erwachsene und 10 Junioren. Das Rennen war nun mehr ein U16 Cup. Schade, dass nicht mehr Fahrer es nach Dohna geschafft haben. Sicher war der Termin mitten in den Herbstferien auch etwas unglücklich gelegt.

Als erstes trafen die Limbacher Jens mit den drei Kids Michelle, Julian und Dominik ein. Sie konnten es gar nicht erwarten zu trainieren, denn in vielen Kreisen heißt es, dass unsere Strecke schwer und tückisch ist. Ich empfinde es als Heimaskari natürlich nicht so. Denn wie im richtigen Rennsport muss jeder Fahrer mit den Gegebenheiten vor Ort klar kommen. In der Eifel, wo auf der Nordschleife ständig das Wetter wechselt und immer mal einen anderen Asphalt, je nach Streckenabschnitt, vorhanden ist. Aber auch der Sachsenring, mit den vielen Bergauf- und Bergab Passagen und nicht einsehbaren Kurven nach der ein oder anderen Bergkuppe, stellt große Herausforderung an Fahrer und sein „Spielgerät“.

Gegen 10 Uhr traf auch unser Serienverantwortliche Jörg, zusammen mit Holger ein. Es folgte wieder die bekannte Ansprache und die Bahn bekam Ihre Spannung zurück. So konnte wieder reichlich trainiert werden. Zwischendrin gab es einen ein mahnendes Wort an die Dohnaer Junioren – zu Recht. Wie oft haben die Dohnaer Altgewächse erzählt, wenn jemand „Achtung“ oder „Terror“ ruft, stehen geblieben wird, So gab es schon im Training etwas Kleinholz, was hätte vermieden werden können. So preiswert sind die GT Karosserien von Scaleauto dann doch nicht, dass man diese mit solch einem Verhalten, alle Nase lang kaputt fahren kann. Nach der Androhnung einer Sportstrafe wurde es merklich ruhiger. Normalerweise sollte das selbstverständlich sein. René drehte dem Dohnaer Nachwuchs dann 12 Uhr den Bahnsaft ab und schickte die Jungs schon mal zum Essen. Unsere Gäste hatten dann eine Stunde die Bahn für sich und konnten mal in Ruhe weiter trainieren.

Gegen 12.30 Uhr schritten wir zur Abnahme. Jens und René übernahmen das. Jens als Abnahmeleiter und René als Adjutant. Dreu Autos mussten zur Nachbesserung, eins wegen mangels an Gewicht und zwei  mangels Bodenfreiheit. Dies war aber schnell behoben.

GT24ERS

13.30 Uhr loste Michi das Quali für die GT24ERS aus und war gleich René´s Freundin geworden, denn dieses Mal durfte der Bahnbetreiber als Vorletzter ins Quali. Spannend blieb es die ganze Zeit. Und Leon unser Nachwuchs klaute dem Jens einen Qualipunkt und die Junioren schickten Jörg und Holger aus Lauchhammer in die Krabbelgruppe. Das war nicht zu erwarten. Die Limbacher Junioren kamen gut mit dem Melkusring zurecht. Das zeigte sich nicht nur im Quali, sondern später auch im Ergebnis. Dazu später mehr.

 

Platz

1

René

6.701

Platz

2

Leon ( R )

6.752

Platz

3

Jens

6.764

Platz

4

Jona ( R )

6.822

Platz

5

Julian ( R )

6.840

Platz

6

Benedikt ( R )

6.882

Platz

7

Dominik ( R )

6.906

 

Zwischen Platz 1 und Platz 3 liegen gerade mal 6/100stel. So dicht beisammen. Das Gleiche noch mal zwischen Platz 4 und Platz 6. Da sieht man mal, wie eng das Feld beieinander ist. Im letzten Jahr hat eine 7.020 von Jens für den 2. Platz gereicht. Irre, wie schnell die Bahn geworden ist.

Um 13.45 Uhr dann der Rennstart der ersten Gruppe (Jörg, Paul, Holger, Lennox, Michelle, Maurice und Nick). Jeweils 7 Fahrer in den zwei Startgruppen. Somit war klar, dass mit einem Durchrutscher gefahren wird. Nick als Letzter in der Quali musste somit gleich aussetzen und durfte dann durchfahren. Jörg startete mit einer sehr schick lackierten Viper. Allerdings sah diese nur sehr gut aus, aber fuhr nicht so recht schnell. Es reichte aber die kleine Gruppe zu gewinnen. Mit 290,30 Runden stand er am Ende nur ganze 36 Teilstriche vor seinem Bruder Holger, der mit 289,94 Runden den zweiten Platz in der Gruppe einfuhr. Von Paul hatte ich mir an diesem Tag mehr erwartet, war er doch zwei Wochen zuvor in der Langstrecke überragend gefahren. Scheinbar dachte er zuviel nach, war doch seine Viper im Training vorn zerbrochen. Am Ende war es nur der 12. Platz. Maurice als absoluter Neuling tat sich auch schwer. Mit nur 251,68 Runden lag er weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Auch von Nick war ich enttäuscht. Denn wenn Nick einen guten Tag hat, fährt er vielen im Club um die Ohren. War es das Lampenfieber? Viele Ausflüge ins Kiesbett versauten ihm das Rennergebnis.

In der großen Gruppe starteten René, Leon, Jens, Jona, Julian, Benedikt und Dominik. René begann auf Rot und Jens auf Grün. Beide lieferten sich ein knallhartes Duell. René war auf der roten Außenspur genauso schnell, wie Jens auf der schnellsten Spur Grün. Es sollte ein Duell auf Augenhöhe sein. René konnte zwar auf Grün etliche Runden Vorsprung herausfahren. Doch irgendwann fiel René in den Schlafmodus und verwaltete nur noch seinen Vorsprung. Mit Runden Vorsprung ging es in den letzten Lauf. Etwas unkonzentriert und schon gab es auf Weiß zwei Abflüge. Somit rollte René am Ende mit 300,30 Runden und 2,07 Runden Vorsprung auf Jens als Erster ins Ziel. Leon unser Nachwuchsfahrer, der sensationell zweiter im Quali wurde, konnte die Zeiten der beiden Erstplatzierten nicht mehr mitgehen. Als Dritter mit 292,30 Runden dennoch ein sensationelles Ergebnis. Herzlichen Glückwunsch Leon! Aber noch höher bewerte ich den vierten Platz von Dominik. Nur 45 Teilstriche Rückstand auf Leon und somit auf Platz 3 – und das als Auswärtsnachwuchsfahrer. Er hatte das langsamere Auto von allen Limbacher Nachwuchsfahrern und holte sich souverän den tollen 4. Platz in Dohna. Julian sicherte sich mit 291,72 Runden den 5. Platz. Er blieb aber durch viele Konzentrationsschwächen hinter seinen Möglichkeiten zurück. Es hätte locker ein 3. Platz werden können, wenn er nicht so viele Ausritte ins Kiesbett gehabt hätte. Wahrscheinlich ist er am Vorabend doch sehr spät ins Bett und war demzufolge unausgeschlafen. Jona auf Rang 6 und Benedikt auf Platz 7 runden das Ergebnis der zweiten Startgruppe ab.

In der unteren Tabelle sieht man mal, wie eng es zwischen Platz 3 und Platz 7 ist. Nur 1,7 Runden trennt Benedikt auf Platz 7 und Leon auf Platz 3.

 

Platz

1

René

300,30 Runden

Platz

2

Jens

298,23 Runden

Platz

3

Leon ( R )

292,30 Runden

Platz

4

Dominik ( R )

291,85 Runden

Platz

5

Julian ( R )

291,72 Runden

Platz

6

Jona ( R )

290,73 Runden

Platz

7

Benedikt ( R )

290,60 Runden

 

MiniZ

In der MiniZ Serie gab es einige Aufregung. Dazu aber später mehr. Wie immer bestimmt das Rennergebnis der GT24ERS die Reihenfolge der Quali in der MiniZ. René durfte somit als Erster eine Qualizeit vorgeben. Die vorgelegte 6.662 konnte trotz Staub auf der MiniZ Spur von niemanden geknackt werden. Somit holte René sich erneut die Pole vor einem schnellen Jörg, der das Rennen eigentlich schon abhakte und als Streicher verbuchen wollte. Jens hatte in der MiniZ einen gebrauchten Tag. Er verpokerte sich wahrscheinlich bei der Reifenwahl. Selbst seine Tochter Michelle bügelte Ihren Papa im Quali. Jona holte sich sensationell einen Qualipunkt. Leider habe ich (noch) keine Zeiten, denn der Berichteschreiber hat vergessen die Zeiten abzufotografieren und der Serienverantwortliche Jörg hat noch keine Ergebnisse online gestellt, dass ich der Berichteschreiber unerkannt hätte abschreiben können.

 

Platz

1

René

6.662

Platz

2

Jörg

6.704*

Platz

3

Jona

6.710*

Platz

4

Michelle

6.757*

Platz

5

Lennox

6.737*

Platz

6

Jens

6.762*

Platz

7

Julian

6.775*

 * Die mit * versehen Zeiten hat der Berichteschreiber bei Jörg abgeschrieben :-)

 

In der Krabbelgruppe starteten Benedikt, Holger, Paul, Leon, Dominik, Nick und Maurice. Die Gripverhältisse sind gut. Es gibt wenig Rausfaller. Paul war zwar enttäuscht, dass er auf den 4. Platz und 280,81 Runden der zweiten Gruppe einrollte. Das Endergebnis aber verrät etwas anderes. Die Gruppe gewann Dominik ganz überraschend. Holger hatte aufgrund eines Reifenwechsels bei der Abnahme wirklich Gripprobleme und brachte seinen Mazda lieber heile ins Ziel. Mit dem 12. Gesamtrang am Ende wird Dohna wohl sein Streicher werden. Die Junioren schenkten sich nichts in dieser Gruppe. Dominik gewann die Gruppe mit 292,14 Runden. Nur 49 Teilstriche dahinter Leon mit 291,65 Runden. Unser Quick Nick auf den 3. Platz, wieder mit nur 40 Teilstrichen und 291,25 Runden dahinter.

In der zweiten Startgruppe kam es dann zu ungewöhnlichen Veränderungen der Bahnverhältnisse. Es wurde sehr rutschig, warum auch immer. Dafür gibt es verschiedene Vermutungen. Vielleicht durch klimatische Veränderungen im Raum, z.B. Erhöhung der Luftfeuchte – der Bahnbetreiber hatte am Abend keine Antwort darauf. Jens, der schon im Quali nicht zufrieden war, wurde auch im Rennen zweimal unsanft aus der Bahn geworfen, als unser Junior Jona neben im abflog. Das wiederholte Reifen abziehen kostete ihn paar Runden Zeit. Am Ende reichte es für Jens mit 287,39 Runden nur auf Gesamtrang 7. Ihm fehlten knapp 3,5 Runden auf unseren Junior Paul, der sich eigentlich schon damit abgefunden hatte ein schlechtes Ergebnis einzufahren. Aber er landetet somit sensationell auf einem 6. Platz. Mit etwas mehr Optimismus bei der MiniZ hätte es an diesem Tag für einen Treppchenplatz gereicht. René gab in dieser Gruppe den Ton an. Er hatte zwar auch zwei Abflüge, aber er kam mit den geänderten Gripverhältnissen am Besten von allen klar. Mit vorsichtigem Rausbeschleunigen und einem superliegendem Mazda konnte er auf Grün auch fast die Qualizeiten fahren. Eine Durchschnittszeit von 6.794 auf Grün war der Garant zum Sieg. Mit über 7 Runden Vorsprung sicherte er sich den ersten Sieg in der MiniZ überhaupt auf seiner Heimbahn. Jörg verwaltete seinen Vorsprung auf Jens und fuhr in der Gewissheit nicht mehr um den Sieg mitspielen zu können, einen sicheren zweiten Platz ein. Er beendete das Rennen mit 292,14 Runden, nur 56 Teilstriche vor dem Junior Dominik aus Limbach. Grandiose Leistung von Ihm.

Für Dominik war es der erfolgreichste Renntag überhaupt und das auswärts. Platz 4 in der GT24ERS und Platz 3 in der MiniZ. Chapeau! Mach weiter so Junge! Aber auch Leon unser Junior aus Dohna hatte das gleiche Ergebnis, nur anders herum. Platz 3 in der GT24ERS und Platz 4 in der MiniZ. Nur durch zwei Qualipunkte konnte Leon insgesamt mehr Punkte sammeln, als Dominik.

 

Platz

1

René

299,90 Runden

Platz

2

Jörg

292,70 Runden

Platz

3

Dominik ( R )

292,14 Runden

Platz

4

Leon ( R )

291,65 Runden

Platz

5

Nick ( R )

291,25 Runden

Platz

6

Paul ( R )

290,81 Runden

Platz

7

Jens

287,39 Runden

 

Wirklich schade, dass nur so wenige Altfahrer den Weg nach Dohna gefunden haben. Aber mich hat es gefreut, dass so viele Junioren an den Start gingen und sich beweisen konnten. An so einem Tag lernt man viel mehr für´s Leben, als man denkt. Zumindest ist das meine Überzeugung.

Bleibt alle in der Spur. Bis bald

Euer Paparazzi

(rk)

PS: Leider sind nicht mehr Bilder entstanden, da ich mich an diesem Tag auch viel um die Orga, Rennleitung und Abnahme kümmern musste. Es waren ja leider nur 4 Erwachsene Aufpasser für die U16 Raser anwesend

 

  • 2018-10-13_Sprint_Dohna_0001
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  • 2018-10-13_Sprint_Dohna_0005